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Die Hoheit unter den Beeten

Sie heben Pflanzen auf Augen- und Nasenhöhe, lassen sich bequem bearbeiten und bieten auf kleiner Fläche die komprimierte Power eines nährstoffreichen Bodens: Hochbeete machen nicht nur in jedem Garten eine tolle Figur, mit guter Planung holen sie sogar das Beste aus ihm heraus. Sehen Sie selbst!

„Viele Gartenbesitzer finden Hochbeete um einiges praktischer als ein Beet am Boden. Man muss sich nicht bücken, Schnecken und Wühlmäuse werden charmant auf Abstand gehalten. Sie sind platzsparend, lassen sich sauber befüllen und die zu bearbeitende Fläche ist leicht zugänglich und übersichtlich. Noch dazu sind bei Bepflanzungen mit Obst und Gemüse die Erträge besser, da die Nährstoffkonzentration und die Temperatur des Substrats höher sind“, zählt Cornelia König, Gärtnerin von Eden aus Garbsen, die Vorzüge von Hochbeeten gleich in Serie auf. Die Expertin hat für ihre Kunden schon zahlreiche höhergelegte Pflanzflächen realisiert und das in den unterschiedlichsten Gärten.


Abwechslung für das Auge

Die Gegebenheiten eines Gartens können so unterschiedlich sein wie die Vorlieben der jeweiligen Besitzer. Doch ob groß oder klein, in der Stadt oder auf dem Land, rustikal oder durchgestyled, zu ebener Erde oder auf einem Dach: Gut geplant sind Hochbeete eine Bereicherung für eigentlich jeden Garten.

Beispiel großer Garten: Hier sorgen Hochbeete für Struktur, bewirken, dass das Auge nicht ungehindert über die gesamte Fläche schweifen und alles auf einmal erfassen kann. Das beugt Langeweile vor. Gleichzeitig können Hochbeete dabei helfen, den Garten in einzelne „Zimmer“ zu unterteilen. Rund um die Hauptterrasse heben sie zum Beispiel Pflanzen auf Augenhöhe und sorgen so dafür, dass man sich dort mitten im Grünen fühlen kann. Im Nutzgarten schaffen sie Übersichtlichkeit und Ordnung, mit Duftpflanzen bestückt machen sie einen gemütlichen Sitzplatz zum sinnlichen Refugium und in Kombination mit einer Sitzbank laden Hochbeete zum spontanen Verweilen ein.

Und im kleinen Garten? „Da sind Hochbeete aus ganz ähnlichen Gründen ein tolles Gestaltungselement“, erklärt Cornelia König. „Auch hier sorgen sie für Gliederung und Abwechslung, und wenn man die Beeteinfassung als Sitzbank anlegt, hat man auf ästhetisch ansprechende Weise außerdem auf kleinstem Raum mehrere Funktionen gebündelt.“


Nutzen trifft Ästhetik

Apropos Ästhetik: In diesem Punkt sind Hochbeete wunderbar anpassungsfähig. „Das ist natürlich ein enormer Vorteil“, so die erfahrene Gartengestalterin, „beinhaltet aber auch die Herausforderung einer stringenten Planung.“ Grundsätzlich passen sie in einen Designgarten ebenso gut wie in einen Bauerngarten. Aber Dimensionen, Linienführung und Material müssen eben zu Stil und Größe des Gartens passen.“ So verwendet Cornelia König im designorientierten Umfeld gern Kortenstahl oder Beton. Wo es zum regionalen Baustil passt, sind aus Klinkern gemauerte Hochbeete ein schöner Brückenschlag zur Wohnarchitektur. Auch verputzter Kalksandstein kann architektonisch stimmig wirken, und im naturnahen Garten verleihen handfeste Holzbohlen oder feines Weidengeflecht den Eindruck von Ursprünglichkeit.

Besonders beliebt und vielfältig ist Fiberglas: Aus diesem Material lassen sich Pflanzgefäße in sämtlichen Farben und Oberflächenstrukturen anfertigen, so dass man sie hervorragend an bereits vorhandene Gestaltungselemente anpassen kann. Dazu ist Fiberglas extrem witterungsbeständig und pflegeleicht. „Um ein Hochbeet mit seiner Umgebung optisch zu verknüpfen, kann man für seinen Bau zum Beispiel auch die gleichen Platten wie für Wege oder Terrassen verwenden“, lautet ein weiterer Tipp der Gartengestalterin. „Das funktioniert natürlich nur mit Großformaten, wirkt dann aber sehr schön homogen und designig.“


Grün für jeden Ort

Doch natürlich ist es nicht nur das Baumaterial, das den Charakter eines Hochbeets bestimmt, sondern auch seine Bepflanzung – und da sind der Fantasie eigentlich kaum Grenzen gesetzt. „Natürlich muss man sich im Klaren darüber sein, dass man im Hochbeet in der Regel eine geringere Substrathöhe hat als in einem herkömmlichen Beet“, so der Hinweis der Expertin. „Aber zum einen kann man dies zumindest teilweise durch eine optimale Bodenqualität wettmachen, und zum anderen gibt es eigentlich für jede ästhetische Vorliebe Pflanzen, deren Wurzelverhalten und Nährstoffbedarf zu den Gegebenheiten in einem Hochbeet passen.“ Gefragt sind also eher flach wurzelnde Arten. Wird dies allerdings beachtet, kann im Hochbeet eigentlich alles wachsen: Hecken und Immergrüne, bunt blühende Stauden und reich tragende Beerensträucher, duftende Kräuter, Gehölze und sogar Bäume.


Natürlich lassen sich Hochbeete auch überall dort einsetzen, wo von Natur aus gar kein Pflanzgrund vorhanden ist, etwa in Innenhöfen oder auf Dachterrassen. Dort übernehmen sie in der Regel eine tragende Rolle. Gepflanzt werden kann auch hier, was gefällt und gedeiht: „Vom Nasch- und Nutzgarten im Kleinformat bis zum Drei-Meter-Bambus, der auf ansprechende Art für Sichtschutz sorgt und für Dachterrassen und Höfe Typisches, aber nicht eben Schönes wie Mauern und Geländer kaschiert, ist eigentlich alles möglich“, so Cornelia König. Ihr Fazit: „Hochbeete erfreuen sich vollkommen zu Recht steigender Beliebtheit.“

Text
Kerstin Kleinschmidt